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Stethoskop
Tipps bei einem Erschöpfungssyndrom
Bei einem Erschöpfungssyndrom können individuelle Anpassungen im Tagesablauf eine Linderung der Symptome verschaffen.
Erschöpfungssyndrom
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Tipps bei einem Erschöpfungssyndrom

Neben therapeutischen Maßnahmen gibt es auch eine ganze Reihe an Möglichkeiten, die eigenen Verhaltensweisen zu modifizieren, um mit den Symptomen eines Erschöpfungssyndroms umgehen zu lernen. Dabei sollte jeder Betroffene selbst unterschiedliche Methoden ausprobieren und entscheiden, was ihm guttut und was nicht. Entscheidend ist sicherlich, dass der Betroffene seine Symptome als Krankheit anerkennt und die Warnsignale seines Körpers ernst nimmt. Eine Überforderung und Überbelastung ist bei einem Erschöpfungssyndrom in jedweder Hinsicht nicht förderlich und kann die Beschwerden gar verstärken.

Ernährung und Bewegung bei einem Erschöpfungssyndrom

Dass eine unausgewogene Ernährung die Symptome eines Erschöpfungssyndroms hervorruft, ist nicht belegt. Allerdings fördert ein gesunder Lebensstil generell das körperliche und seelische Wohlbefinden und ist deshalb auch für Patienten mit einem Erschöpfungssyndrom zu empfehlen. Auch gesunde Menschen kennen das Phänomen der schlagartigen Müdigkeit nach besonders fettigen oder üppigen Mahlzeiten. Gesunde Kost, micronährstoffreiche Ernährung und individuell angepasste körperliche Betätigungen können das Wohlbefinden fördern und das Immunsystem unterstützen.

Tagesrhythmus

Viele Patienten mit einem Erschöpfungssyndrom leiden vor allem zu Beginn der Erkrankung darunter, dass die Krankheit scheinbar das gesamte Leben im Griff hat. Alltägliche Dinge können plötzlich nicht mehr bewältigt werden und summieren sich zu einem Berg an liegengebliebenen Aufgaben. Je länger diese Phase andauert, umso mehr belastet dieser Umstand die Psyche.

Für Menschen mit einem Erschöpfungssyndrom kann es deshalb hilfreich sein, feste Strukturen in den Tagesablauf zu bringen. Wie bei gesunden Menschen gibt es auch bei Patienten mit einem Erschöpfungssyndrom Regelmäßigkeiten in Bezug auf die Leistungsfähigkeit im täglichen Ablauf. Manche Menschen sind morgens besonders leistungsfähig und haben nach dem Mittag einen Tiefpunkt, andere laufen erst in den Abendstunden zur Höchstform auf. Ein Tagebuch kann dabei helfen, die „starken” und „schwachen” Stunden des Tages zu erkennen und seinen Rhythmus entsprechend danach auszurichten. So ist es beispielsweise hilfreich, die Erledigung einer fordernden Aufgabe für den Zeitraum der starken Stunden zu planen, und kleinere Aufgaben in Zeiten normaler Energie.

Aber auch bei der Planung eines festen Tagesablaufs gilt, sich nicht zu überfordern. Jeder Mensch hat auch eine tagesformabhängige Leistungsfähigkeit. An einigen Tagen fühlen sich Patienten mit einem Erschöpfungssyndrom nahezu gesund und unbeschwert, an anderen mutet jede Aufgabe als belastend und nicht zu bewältigen an. Nur wer dies anerkennt und mit sich selbst flexibel bleibt, kann einen gesunden Umgang mit seiner Erkrankung lernen.

Tipps bei einem Erschöpfungssyndrom: Schlafhygiene

Als Schlafhygiene bezeichnet man allgemeine Maßnahmen, die jedem Einzelnen persönlich helfen können, einen erholsamen Schlaf zu finden. Bereits für Babys und Kleinkinder sind Rituale wichtig und hilfreich, um sich auf die Schlafenszeit einzustimmen und rasch einschlafen zu können. Auch als Erwachsener kann man einige feste Regeln einführen, damit das Einschlafen und der Schlaf an sich als angenehm und erholsam empfunden werden. Auch bei der Schlafhygiene gilt: Nicht jede Methode ist für jeden geeignet oder bringt den gewünschten Effekt. Einige Maßnahmen der Schlafhygiene bei einem Erschöpfungssyndrom sind z. B.:

  • Verzicht auf den Mittagsschlaf
  • Einheitliche Schlafenszeiten, auch am Wochenende
  • Rituale zum Verarbeiten und Runterkommen vom Tag, z. B. Lesen vor dem Zubettgehen, Gespräche mit dem Partner usw.
  • Bett nur zum Schlafen nutzen: Im Schlafzimmer steht kein Fernseher, der Laptop wird nicht im Bett genutzt
  • Mahlzeiten, Alkohol, Cola, Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke spätestens letztmalig sechs Stunden vor dem Zubettgehen zu sich nehmen
  • Für Dunkelheit, Ruhe und angenehme Zimmertemperatur (Schlafexperten empfehlen 16 bis 18 Grad) sorgen

Sabrina Mandel

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